Bremer Wissenschaftler züchtet Gemüse in der Antarktis


Über den aktuellen Schnee in Deutschland kann Paul Zabel wahrscheinlich nur müde lächeln. Der Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Raumfahrt in Bremen hat nämlich ein komplettes Jahr in der Antarktis verbracht. In einem neuartigen Gewächshaus-Container haben die Forscher dort Salat, Gurken und Tomaten gezüchtet.

Wie gut das funktioniert hat, verrät Ihnen unsere Reporterin Carmen Gocht im Video.

Alles im Auftrag der Wissenschaft


Bei dem Experiment ging es darum, wie Astronauten sich künftig auf Mond und Mars versorgen könnten. Deshalb wurde versucht, vergleichbare Bedingungen zu schaffen. Die Pflanzen wuchsen in dem Gewächshaus ohne Erde, Tageslicht und Pestizide. Alle paar Minuten wurden die Wurzeln computergesteuert mit einer Nährstofflösung besprüht. Im All würde das Gewächshaus voraussichtlich etwas anders aussehen, sagt Projektleiter Daniel Schubert: kleiner und möglicherweise aus entfaltbarem Material. „Die Technologien werden aber wahrscheinlich ähnlich sein.“

Erdbeeren wollten nicht wachsen


117 Kilo Salat, 67 Kilo Gurken, 46 Kilo Tomaten sowie mehrere Kilo Kohlrabi, Radieschen und Kräuter brachte Zabel im vergangenen Jahr aus dem Gewächshaus in die Küche der nahe gelegenen Forschungsstation Neumayer III des Alfred-Wegener-Instituts. „Ich war tatsächlich überrascht, dass wir so viel ernten konnten“, sagt Zabel am Mittwoch in Bremen. Nur mit dem Anbau von Erdbeeren und Paprika hat es nicht so recht geklappt - obwohl Zabel sogar eigenhändig versucht hat, die Erdbeerpflanzen mit Pinsel und Wattestäbchen zu bestäuben.


Quellen: RTL Nord, dpa

Forschung in der Antarktis
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